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Wie es Microsoft im September 2008 angekündigt hatte, wurde sein erster V-Server unter der Bezeichnung „Microsoft Hyper-V Server 2008“ im Oktober 2008 fertig gestellt und stand sofort zum kostenlosen Download zur Verfügung: auch in deutscher Sprache. Dabei ist die Software darauf optimiert, sowohl Windows als auch Linux zu virtualisieren. Sollte allerdings Windows in den virtuellen Maschinen laufen, ist für jede virtuelle Umgebung eine extra Lizenz erforderlich. Zuständig ist der Hyper-V Server 2008 allerdings lediglich für die Virtualisierung. Dagegen muss für die Verwaltung (Administration) zusätzliche Software verwendet werden. Die von Microsoft unbedingt empfohlene technische Voraussetzung (Hardwarevoraussetzung) für den Hyper-V Server war ein 64Bit Prozessor mit Virtualisierungs-Unterstützung – wahlweise von AMD (AMD-V) oder Intel (Intel VT). Des Weiteren empfahl Microsoft mindestens 2 GByte RAM und wies darauf hin, dass maximal 32 GByte physischer Arbeitsspeicher bzw. Arbeitsspeicher pro Virtuelle Maschine unterstützt werden.

Weniger als ein Jahr später – Anfang September 2009 – war es wieder mal soweit, Microsoft hat seinen neuen V-Server „Microsoft® Hyper-V™ Server 2008 R2“ zum kostenlosen Download freigegeben. Dem Namen nach unterscheidet sich die neue Version zwar sehr wenig von der alten, unter der Oberfläche hatte sich allerdings viel mehr verändert. So werden nun bis zu 1 TB physischer Arbeitsspeicher (Host-Arbeitsspeicher) und bis zu 64 GB Arbeitsspeicher pro Virtuelle Maschine unterstützt. Während der Hyper-V Server 2008 bis zu 4 physische Prozessoren und bis zu 16 logische Prozessoren unterstützte, sind es bei dem Hyper-V Server 2008 R2 bis zu 8 physische Prozessoren (Host-Prozessoren) und bis zu 64 logische Prozessoren. In die neue Version hat Microsoft darüber hinaus die Features Live Migration und Host Clustering eingegliedert. Die Hardwarevoraussetzung für den neuen V-Server ist unverändert geblieben.

Seinen Kunden, die die optimierte Virtualisierungslösung durch den Microsoft Hyper-V Server 2008 R2 einsetzten, verspricht Microsoft nennenswerte Vorteile. Und zwar vor allem eine verbesserte Serverauslastung, die wiederum Kosten reduzieren und die Effizienz steigen lässt. Zudem lässt sich die Lösung unkompliziert in bereits implementierten IT Systemen einfügen und dank vorhandenen Kenntnissen sofort anwenden. Der Hyper-V Server 2008 R2 ist die optimale Lösung vor allem für jene Unternehmen, die ihre Server konsolidieren möchten oder neue Entwicklungs- und Testumgebungen einrichten müssen. Sofern sie die Software herunterladen haben, werden sie unvermeidlich registriert und bekommen in regelmäßigen Zeitabständen hilfreiche Ressourcen, die sie unterstützen, ihren Hyper-V Server 2008 R2 perfekt zu nutzen.

Die Vorteile des aktuellen Hyper-V Server 2008 R2 kurz zusammengefasst:
• erhältlich zum freien Download
• einfache Installation und leichte Integration in Windows Umgebungen
• live Migration, daher kaum Ausfallzeiten
• vorhandenes Wissen nutzende, daher nahtloses Einfügen in laufende Systeme
• bietet ein erstklassiges Sicherheitskonzept
• hohe Verfügbarkeit, daher niedrige Wartungskosten
• geringerer Stromverbrauch

Geeignet ist der Hyper-V Server 2008 R2 für das Virtualisieren von allen gängigen Windows Versionen (von Windows NT bis Windows 7), außer Windows werden allerdings nur wenige Betriebssysteme als VM unterstützt. Zum Managen kann der System Center Virtual Machine Manager (SCVMM) verwendet werden.