Suse

SuSE ist eine Version des Open Source Betriebssystems Linux, mit welchem das traditionelle kommerzielle UNIX nachgebildet wurde. Aufgrund der Umsetzung bewährter UNIX-Prinzipien arbeitet Linux besonders schnell, zuverlässig und stabil. Außerdem ist es vielfältig konfigurierbar und skalierbar, die Möglichkeiten scheinen fast unbegrenzt zu sein.

Die Ursprünge von SuSE Linux

SuSE Linux entstand in den 90er-Jahren aus der Slackware-Linuxdistribution, wurde aber bald eine eigenständige Firma, die SuSE GmbH. Die Installationsdisketten waren nun käuflich erhältlich, außerdem fand eine umfassende Anpassung an die deutsche Sprache statt. Deswegen ist SuSE Linux noch heute besonders im deutschen Raum verbreitet. Neu hinzu kam das komfortable Administrationstool YaST, das es in verbesserter Form immer noch gibt. Die erste eigene SuSE-Distribution trug die Versionsnummer 4.2, mit linux-typischem Humor angelehnt an Richard Adams Antwort auf die „Frage aller Fragen“.

Die Entwicklung der Distributionen

Mit zunehmender Verbreitung stieg das Interesse aus dem professionellen Sektor, so dass ab SuSE-Linux 5.0 eine Heimanwender-Version und eine Business-Version mit professionellem Support verfügbar wurde. Das Konzept einer Business-Version wurde erst später mit dem SuSE Linux Enterprise Server ernsthaft umgesetzt. Bis hin zu SuSE Linux 10.0 wurde zudem die Trennung zwischen zwei Heimanwender-Versionen aufrecht erhalten. Im Laufe dieser Versionen fand auch eine Anpassung an moderne Hardware statt, 64bit-Versionen für AMD- und Intel-CPU’s waren separat im Handel.
Ab SuSE 9.1 erschienen die SuSE Linux Distributionen unter Leitung von Novell, später in Kooperation mit dem openSuse-Projekt, das Wert darauf legt, keine proprietäre Software mitzuliefern. Ab Version 10.2 wurde SuSE Linux endgültig in openSuse umbenannt, auch um Verwechslungen mit dem kommerziellen Zweig auszuschließen.

Die Vorteile von SuSE Linux

Typisch für traditionelles SuSE Linux ist das hauseigene Administrations- und Konfigurationswerkzeug YaST2 (Yet another Setup Tool). Es ermöglicht die Einrichtung von Hard- und Software genauso komfortabel wie unter Windows. Das Installations- und Reparaturwerkzeug stellt intelligente Tools zur Erkennung von Hardware und Schäden an der Installation bereit. Neuerdings gibt es zur Softwareinstallation schlankere Alternativen zu YaST2 wie z.B. Novell ZENWorks. Andererseits lässt sich SuSE wie jede Linux-Distribution durch Editieren der Konfigurationsdateien und verwenden von Kommandozeilen-Tools administrieren, selbstverständlich auch in einer Telnet- oder SSH-Sitzung.
Historisch zeichnet sich SuSE Linux durch die frühzeitige Integration des KDE-Desktops aus. Mit KDE arbeitet man sehr komfortabel, selbst Windows-Nutzern fällt dadurch der Umstieg leicht. Mittlerweile unterstützt openSuse aber auch verstärkt den schlankeren GNOME-Desktop samt GNOME-Applikationen, sodass freie Wahl des Desktops selbstverständlich geworden ist.
Mit SuSE Linux werden überdurchschnittlich viele Hardware-Treiber und Software mitgeliefert. Dadurch entfällt oft die Notwendigkeit, Software aus dem Internet nachzuladen und erfolgreich zu installieren. Unzureichend erfüllte Paketabhängigkeiten können bei anderen Distributionen da schon mal Schwierigkeiten machen. Besonderer Service sind die SUSE-Support-Datenbank und die SUSE-Component-Database im Internet, die Antworten auf viele offene Fragen im Zusammenhang der eigenen SuSE-Installation bieten. Die Howtos z.B. gehen weit über die Einweisung in ein Konfigurationstool hinaus und liefern Lösungen auch für ganz spezielle Probleme. Eine virtuelle Maschine kann SuSE Linux weitgehend unverändert verwenden und verarbeiten, sodass allgemeine Kenntnisse über das Betriebssystem ihre Gültigkeit behalten.