Slackware

Die Linux Distribution Slackware wurde erstmals am 16. Juli 1993 veröffentlicht, also nur etwa ein Jahr nach Erscheinen des Linux-Kernels, der seit jeher den Kern dieser Distribution bildet. Slackware wird auch heute noch vom Projektgründer Patrick Volkerding entwickelt.
Seit Juli 2007 liegt die Distribution in der aktuellen Version 12.0 vor.

Schon hier Zeigt sich ein Unterschied, der Slackware von den meisten anderen Linux Distributionen abgrenzt: Die Zeit zwischen dem Erscheinen neuer Slackware Versionen ist – für Open Source-Verhältnisse – ungewöhnlich lang. Der Grund dafür ist, dass die Entwicklung nicht bestimmten Terminen oder Fristen folgt, sondern den obersten Grundsätzen des Projekts: Stabilität und Sicherheit. Slackware ist seit jeher seinen UNIX-Wurzeln und dem damit verbundenen KISS-Prinzip (Keep it small and simple) treu geblieben: Auf jedes Problem soll, darauf ist die Entwicklung stets ausgerichtet, die einfachste mögliche Lösung gefunden werden. Dieses oberste Design Paradigma sorgt seit über einem Jahrzehnt dafür, dass Slackware zu Recht einen ausgezeichneten Ruf als stabile, zuverlässige und flexible Basis hat, was es zum idealen Linux für Serveranwendungen macht, bei denen Sicherheit und Stabilität im Vordergrund stehen.

Dieses Prinzip spiegelt sich auch in der Verwaltung des Systems wieder: Auf grafische Konfigurationswerkzeuge, wie sie von Suse oder RedHat bekannt sind, verzichtet Slackware vollkommen. Es ist also durchaus etwas Einarbeitung nötig um ein Slackware System voll auszunutzen, doch die lohnt sich: Mit ein wenig Erfahrung lässt sich so jeder Aspekt eines des Systems den eigenen Wünschen anpassen – eine Flexibilität, die beim Einsatz von grafischen Konfigurationswerkzeugen leider meist verloren geht. Die Paketverwaltung basiert – anders als bei den meisten anderen Distributionen – weder auf Debians APT- noch auf RedHats RPM-Format: Slackware verwendet abhängigkeitslose TGZ Dateien. Einfache Archive, die zur Installation nur in den Hauptordner entpackt werden müssen. Darüber hinaus erlauben zusätzliche Tools optional auch eine Paketverwaltung im Stile von Debian und Co.