Fedora

Das Betriebssystem Fedora ist eine der zahlreichen Linux Distributionen und gehört mittlerweile zu den am besten entwickelten bzw. am meisten verbreiteten Linux Betriebssysteme. Es entstand im Hause Red Hat und zwar erstmals als eine Folgeversion von Red Hat Linux. Die erste Fedora Version wurde am 5.11.2003 veröffentlicht, die aktuelle (die achte) ist seit dem 8.11.2007 auf dem Markt und die Einführung der nächsten Version ist für den 13.05.2008 geplant. Das Fedora Projekt wurde unter der ursprünglichen Bezeichnung Fedora Core gestartet und weiter so geführt. Ab der siebten Version wurde die Bezeichnung Core aufgehoben, somit folgen auf Fedora Core 1 (Yarrow), Fedora Core 2 (Tettnang), Fedora Core 3 (Heidelberg), Fedora Core 4 (Stentz), Fedora Core 5 (Bordeaux) und Fedora Core 6 (Zod) nun die Fedora 7 (Moonshine), die aktuelle Fedora 8 (Werewolf) und die geplante Fedora 9 (Sulphur).

Der Hauptvorteil von Fedora ist der Vorteil, den alle auf Linux basierenden Betriebssysteme gemeinsam haben, dass es eben als Freie und Open Source Software unter GPL (General Public License) weltweit vertrieben wird. Es darf somit von jedermann frei verwendet, geändert und weiter verteilt werden.

Welche für Fedora spezifischen Vorteile sprechen dafür, sich für dieses Betriebssystem zu entscheiden? Hierzu sind vor allem zu erwähnen:

• Die modernste bzw. effizienteste und zugleich enorm robuste Software.

• Die regelmäßigen, zweimal jährlich erfolgenden Veröffentlichungen der neuesten Versionen.

• Anaconda, die integrierte Routine zur Installation von Fedora, die dank ihrer benutzerfreundlichen grafischen Benutzeroberfläche eine sehr komfortable Installation von Fedora ermöglicht.

• Kickstart, das Programm, das es sogar ermöglicht, die Installation von Fedora zu automatisieren.

• System Config, die Programme, welche dank ihrer benutzerfreundlichen grafischen Benutzeroberfläche eine sehr komfortable allgemeine Konfiguration von Fedora ermöglichen.

• SELinux (von Security Enhanced Linux, Deutsch sicherheitsverbessertes Linux), die Erweiterung des Linux Kernels, die seit der Version Fedora Core 3 standardmäßig enthalten bzw. aktiviert ist. Allerdings gilt SELinux als zu kompliziert, folglich als zu schwer zu nutzen bzw. zu administrieren. Weswegen es von Anwendern mit weniger Erfahrung lieber abgeschaltet wird.

Was haben die einzelnen Fedora Versionen zum guten Namen des so beliebten Betriebssystems Fedora beigetragen?
Fedora Core 2 – integriert den X.Org Server (als X Window System).
Fedora Core 3 – integriert den SELinux Code.
Fedora Core 4 – integriert die Virtualisierungstechnik Xen bzw. die Entwicklungsumgebung Eclipse.
Fedora Core 5 – integriert Mono programmierte Software.
Fedora Core 6 – integriert AIGLX, das grafische Effekte ermöglicht.

Als Nachteil von Fedora wird das Fehlen von NTFS-Support bzw. das Fehlen von MP3-Support (in älteren Versionen) angesehen. Doch dank des Programms YUM können diese problemlos nachträglich installiert werden.