Debian

Debian Linux ist der Zweig der Linux-Familie, der sich der strengen Einhaltung der General Public License verschrieben hat. Obwohl also gemeinnützig, haben sich weltweit 1000 hochqualifizierte Entwickler dem Vorantreiben von Debian, auch GNU/Linux genannt, verschrieben Mit Debian profitiert man insbesondere von typischen Linux-Eigenschaften wie Schnelligkeit, Zuverlässigkeit und Stabilität. Weitere Vorteile werden unten im Zusammenhang beschrieben

Die Organisation des Debian Projekts – freie Software und Demokratie als Grundprinzip

Im Debian Projekt finden regelmäßig Wahlen statt, mit denen man sich zur Debian-Verfassung und der Einhaltung des Debian-Gesellschaftsvertrages bekennt. Der Debian Gesellschaftsvertrag beinhaltet einen verallgemeinerten Begriff von Open Source an die Öffentlichkeit weiterzugeben. Desweiteren sind die Art und Weise der Veröffentlichung von Debian oder Teilen von Debian geregelt b.z.w es wird immer wieder neu dazu entschieden.

Projektdynamik zu Sicherheitsproblemen

Grundprinzip ist, bekanntgewordenen Sicherheitsprobleme so schnell wie möglich zu veröffentlichen. Dadurch kann die Entwicklergemeinde schnell reagieren, zertifizierte Entwickler können eine kritische Sicherheitslücke oft innerhalb von wenigen Stunden beheben und einen Patch auf speziellen Servern veröffentlichen. Im Gegensatz zu Microsofts Prinzip der „Security by Obscuritity“ herrscht hier mehr Transparenz. Der Missbrauch ist verschwindend gering, da sich zertifizierte Debian Entwickler in der Regel schnell um ein Sicherheitsproblem in einem Paket kümmern.

Debian und Sicherheit

Debian fühlt sich der Entwicklung besonders sicherer Software verpflichtet. So achten auch die Paketentwickler auf strengste Einhaltung der Sicherheitskriterien. Das macht sich beim Endnutzer zwar etwas störend bemerkbar, dass Dienste als „sicher voreingestellt“ vorliegen. Dies entspricht aber dem allgemeinen Grundsatz, erst alles zu verbieten und dann bewusst einzelne Features freizuschalten, anstatt alles zu erlauben und mit dem Verbieten von Unerwünschtem zu beginnen. Bei letzterem Verfahren besteht einfach die Gefahr, etwas zu vergessen oder als Anfänger gar nicht zu kennen. Bezeichnend ist auch, dass eine modifizierte Version von Debian vom Bundesaußenministerium mit seinen besonderen Sicherheitsbedürfnissen eingesetzt wird.

Verwaltung von Debian

Debian ist keine Anfängerdistribution wie SuSE oder Ubuntu. Für die Installation von Paketen steht zwar das Tool APT zur Verfügung, dass auch Online Ressourcen nutzen kann, um ein ganz neues System oder einzelne Pakete herunterzuladen und zu installieren. Generell wird Debian aber mit dem Editieren von Konfigurationsdateien und der Kommandozeile verwaltet. Für den Anfänger mühsam, andererseits ist der Lerneffekt hoch und die Lernkurve steil, wenn man gute Literatur zu Rate zieht. Außerdem eignet es sich zusammen mit den Sicherheitsaspekten ideal für die Remote-Verwaltung per Telnet oder SSH, da die Konfigurationsdateien von anderen Programmen nicht angetastet werden.