Centos

CentOS ist eine der bekannteren Linux-Distributionen und basiert auf Red Hat Enterprise Linux, ist aber im Gegensatz zu diesem frei und kann ohne Support- und Lizenzkosten eingesetzt werden. Das CentOS-Projekt hat sich das Ziel gesetzt, einen vollständig kompatiblen Nachbau von Red Hat Enterprise Linux anzubieten, der aus den Sourcecode-Packages von Red Hat Enterprise Linux (RHEL) mit einigen wenigen Änderungen erstellt wird. Der Name CentOS leitet sich übrigens aus „Community Enterprise Operating System ab“.

Neben weiteren bekannten Distributionen wie Debian Linux gilt CentOS als eine der weltweit am meisten eingesetzten Linux-Distributionen. In der Wikipedia ist die Rede davon, daß CentOS auf Platz Nr. 8 der für Webserver verwendeten Betriebssysteme liegt.

Für Software-Updates und Paketmanagement verwendet CentOS yum, ein recht bekanntes Paketmanagementsystem, das auch von Fedora und Red Hat Linux verwendet wird. Über yum können sowohl Sicherheitsupdates als auch neue Software wie Apache, MySQL oder BIND installiert werden, wobei yum auch in der Lage ist, Abhängigkeiten zu anderen Paketen zu erkennen und aufzulösen – dies erspart in der Regel viel Handarbeit für die manuelle Installation von zusätzlichen Bibliotheken.

Interessant für den Unternehmenseinsatz ist übrigens die Tatsache, daß das CentOS-Projekt für jedes CentOS-Release einen Support-Zeitraum von sieben Jahren angibt, d.h. innerhalb dieser Zeitspanne ist die Versorgung mit Sicherheitsupdates auf jeden Fall gewährleistet. In der aktuellen Version 5.1 unterstützt CentOS auch Virtualisierung, die auf Xen basiert. Aufgrund einer sehr guten Hardwareunterstützung ist CentOS nicht nur für Server, sondern auf für normale Workstations oder Laptops geeignet.

Zusammenfassend läßt sich sagen, daß CentOS eine ausgereifte und beliebte Linux-Distribution ist. Eine große Community steht mit Rat und Tat bei Problemen zur Seite, und neue Pakete von Red Hat Enterprise Linux werden in der Regel zeitnah in das CentOS-Repository eingespeist, so daß auch die Versorgung mit Sicherheitsupdates und aktuellen Software-Paketen gewährleistet ist. Anwender, die bereits mit Red Hat (Enterprise) Linux oder Fedora gearbeitet haben, dürften sich mit CentOS sofort zurechtfinden.